XJ-Serie-I - XJ-Serie-II - XJ-Serie-III - XJ40 - X300 - XJ8 - X350

XJ Serie I (1968 bis 1973)
Der Wagen wurde 1968 der Öffentlichkeit vorgestellt und ersetzte Modelle wie 240, 340, den Daimler V8 250, den 420, den Daimler 420 und den 420G. Der XJ6 benutzte den bekannten XK 6-Zylinder mit 4.2 Liter Hubraum und eine neue Version des alten Designs mit 2.8 Liter Hubraum.
1969 stellte Jaguar die Daimler Version des XJ6 vor, der den Namen Sovereign übernahm. 1972 folgte der XJ12 (Daimler Double Six), mit dem 5.3 Liter Zwölfzylinder vom E-Type. Es folgte dann eine besonders luxuriöse Variante namens Vanden Plas und sowohl den XJ6 als auch den XJ12 gab es mit zwei Radständen.
Von der Serie I wurden bis 1973 mehr als 98.000 Stück verkauft, bis aufgrund neuer Umwelt- und Sicherheitsauflagen die Serie II eingeführt wurde.



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XJ Serie II (1974 bis 1978)
Ab 1974 wurde die Serie II verkauft, sowohl mit kurzem als auch mit langen Radstand. Angeboten wurden der bekannte XK-Motor mit 2.8 und 4.2 Liter Hubraum und der 5.3 Liter V12. Das 4.2 Liter Modell hatte nur noch 170 PS im Gegensatz zur Serie I mit 245 PS. Die Leistung des V12 stieg von 253 PS auf 285 PS. Im April 1975 wurde der 2.8 Sechszylinder durch ein neuen 3.4 Liter Sechszylinder mit 161 PS ersetzt.

Bereits 1974 wurde das neue XJ-Coupe angekündigt. Es dauerte bis 1975 bis das Coupe in die Serienproduktion ging, und Aufgrund von Problemen mit der Qualität und den Zulieferern wurde die Produktion des Coupes bereits 1977 eingestellt. Wie auch die Limousine, gab es das Coupe sowohl als Jaguar als auch als Daimler mit dem 4.2 Sechszylinder und dem 5.3 Zwölfzylinder.



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XJ Serie III (1978 bis 1992)
Ende 1978 wurde die dritte Generation der XJ Serie angekündigt, die von Pininfarina stilistisch überarbeitet wurde. Die Serie III ist gut an den grösseren Fensterflächen und den Gummi ummantelten Stoßstangen zu erkennen. Neben dem überarbeiteten Design wurden die Vergaser durch eine Einspritzanlage ersetzt (Ausnahme des 3.4). Die Leistung des 4.2 stieg auf 200 PS und blieb beim V12 unverändert. 1981 bekam der V12 einen neuen Zylinderkopf der den Verbrauch senkte und HE (für High Efficiency) genannt wurde. Den XJ6 gab es ursprünglich auch mit einem 5-Gang Schaltgetriebe, welches aufgrund der geringen Nachfrage später nicht mehr angeboten wurde.

Die Produktion des XJ6 wurde 1987 eingestellt, 1991 war das letzte Produktionsjahr des XJ12 und 1992 lief der letzte Daimler Double Six vom Band.



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XJ40 (1986 bis 1994)
Die ersten Designs für den XJ40, der den XJ6 ersetzen sollte, gab es bereits in den frühen 70ern. Aufgrund der Ölkrise und den Problemen mit British Leyland, welche zeitweise sogar den Einsatz des Rover V8 in Betracht zogen, wurde die Entwicklung des XJ40 stark verzögert. 1981 wurde die Entwicklung des Projektes vom Vorstand genehmigt aber erst auf der British Motor Show 1986 wurde der XJ40 vorgestellt.

Im Vergleich zur Serie III war der XJ40 in der Produktion günstiger und eines der technisch am weitesten entwickelten Fahrzeuge Mitte der 80er. Der XJ40 bekam den aus dem XJS bekannten AJ6 Motor mit 3.6 Liter Hubraum und einen kleineren AJ6 mit 2.9 Liter Hubraum und wurde in zwei Versionen und als Daimler verkauft. Optisch waren die höherwertigen Sovereign und Daimler Modelle durch rechteckige Scheinwerfer zu erkennen, die XJ6 Modelle hatten vier Rundscheinwerfer. Ein weiteres Stilelement, welches mit dem XJ40 eingeführt wurde, war die J-Kulisse der Automatik.

Der XJ40 war ein kommerzieller Erfolg für Jaguar und bis 1989 wurden 39.000 Modelle verkauft. 1990 wurden überarbeitete Motoren angeboten mit 3.2 und 4.0 Liter Hubraum. Der V12, jetzt mit 6 Liter und 311 PS folgte 1993 und wurde nur knapp 2 Jahre gebaut. Neben dem Basis und dem Sovereign Modell wurde 1993 ein Sport-Modell eingeführt um jüngere Kunden zu gewinnen. Ebenso gab es eine Version mit langen Radstand die Majestic genannt wurde. Für viele Fans der Marke war aber enttäuschend, dass das elegante, unverwechselbare Design der ersten XJ durch eine kantige, lieblos gestaltete Karosserie ersetzt worden ist. Dies wirkt sich unter anderem auch auf den Gebrauchtwagenmarkt aus.



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Der neue XJ6 und XJ12 (1994 bis 1997)
Im Herbst 1994 wurde der neue X300 vorgestellt, der optisch viele Designelemente des klassischen XJ übernahm. Neben den äußeren Stilelementen wurde auch das Interieur überarbeitet. Technisch übernahm der X300 viel vom XJ40. Neben dem 6.0 Liter V12 mit 311 PS gab es den überarbeiteten AJ16 Motor mit 3.2 Liter und 4.0 Liter Hubraum.

Neben dem XJ6 (X300) mit dem 3.2 Liter Reihensechszylinder, gab es den Sovereign mit 3.2 und 4.0 Liter, den Daimler Six und die beiden Zwölfzylinder XJ12 und Daimler Double Six. Mit dem XJ Sport 3.2 und 4.0 versuchte Jaguar erneut eine jüngere Käuferschicht zu erreichen. Diese Modelle hatten u.a. weniger Chrom und wirkten "sportlicher". Ein völlig neues Konzept war der Jaguar XJR, eine luxuriöse Sportlimousine mit dem 4 Liter Reihensechszylinder und Kompressor, der 320 PS leistete und damit das damals stärkste Jaguar Modell war. 1996 wurde der Sovereign, XJ12 und die beiden Daimler mit langen Radstand (X330) angeboten.
Als Prototyp wurde auch ein Cabriolet mit der Bezeichnung "Corsica" gebaut, welches aber nicht in die Serienfertigung kam. Insgesammt wurden vom Typ X300 92038 Fahrzeuge gebaut.



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Der XJ8 (1997 bis 2003)
Nach dem Erfolg des X300 wurde im September der Nachfolger, intern X308 genannt, vorgestellt. Abgesehen vom neuen AJ8, der zuvor im XK8 sein Debut hatte, wurde der XJ8 auch in anderen Bereichen verbessert, unter anderem eine neue 5-Gang-Automatik von ZF, ein überarbeitetes Fahrwerk und ein neues Interieur. Der neue V8 bedeutete auch das Ende der Ära der Big Cat, dem durstigen aber kräftigen Zwölfzylinder.

Die neue V8 Generation mit 3.2 und 4.0 Liter Hubraum leisteten 237 und 284 PS. Der V8-Kompressor im XJR und Daimler Super V8 leistete stolze 368 PS.

Neben der Basis-Variante XJ8 gab es eine Reihe von weiteren Modellen wie den XJ Sport, XJ Executive, den XJ8 SE, den Sovereign, den 4.0 Vanden Plas, den XJR, den Daimler Eight und Daimler Super V8. Den XJ8, Sovereign, Vanden Plas und die beiden Daimler Modelle gab es auch mit langen Radstand. Insgesamt wurden 126.260 Modelle des XJ8 produziert.



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Die siebte Generation der XJ-Serie (2003 bis heute)
Der neue XJ8, intern X350, ist eine radikale Erneuerung der klassischen XJ Limousine. Neben den neuen Motoren, vom kleinen XJ6 mit 238 PS starken 3-Liter-V6, über den XJ8 mit 3.5 und 258PS sowie 4.2 Liter V8 Motor mit 298 PS bis zum 395 PS starken V8-Kompressor im XJR und Super V8 4,2 Liter Motor (nur 853 Stück), ist die neue Generation mit der Aluminium-Karosserie, die 40 % leichter als die des Vorgängers ist, eines der zur Zeit modernsten Luxuslimousine auf dem Markt. Im Herbst 2004 wurde in der X350 Limousine auch ein 2,7 Liter V6 Dieselmotor mit 207 PS verbaut, welcher von PSA entwickelt und von Ford gebaut wurde. Insgesamt hat Jaguar vom X350 83.556 Fahrzeuge produziert.

Weitere Serien sind: X-Type, S-Type und XK. Die X- bzw. S-Type- Serien bedienen sich in vielfältiger Weise Standardbauteilen des Ford-Mutterkonzerns, heben sich jedoch in Verarbeitungsqualität und Ausstattung deutlich von den Ford-Modellen ab.